Pflegeexperte für

Care Management in der außerklinischen Intensivpflege

 

Diese Weiterbildung wird von unserem Kooperationsparter, dem Institut für System-Pflege-Management (ISPM) durchgeführt.

 

Systemisches Management und Beratung in der außerklinischen Intensivpflege

inkl. Weiterbildung zum Praxisanleiter nach dem Kranken- und Altenpflegegesetz

 

 

Termine 2017                                       Anmeldeformular_downloaden

  • Block 1:  26.06. bis 29.06.2017
  • Block 2:  24.07. bis 27.07.2017
  • Block 3:  18.09. bis 21.09.2017
  • Block 4:  16.10. bis 18.10.2017
  • Block 5:  20.11. bis 22.11.2017

 


Schulungsort

ISPM Kursraum, 85625 Glonn, Mühlthal 8

 


Kosten

Die Weiterbildungskosten betragen 1.700,- Euro (Umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 21 a UStG). Darin enthalten sind Kursunterlagen und Pausengetränke.

 


Kursstruktur

Die Qualifizierung umfasst 230 Stunden, die sich wie folgt aufteilen:

  • 144 Stunden (18 Tage) Präsenzunterricht verteilt auf 5 Module
  • 70 Stunden Fernstudium
  • 16 Stunden Hospitation an einer Kranken- oder Altenpflegeschule

 


1. Modul: Lern- und Bildungsprozesse gestalten

  • Einführung in pädagogisches und didaktisch-methodisches Denken
  • Lern-, Wahrnehmungs-, und Emotionspsychologische Bedingungen
  • Systemisch-konstruktivistische Perspektiven des Selbstgesteuerten Lernens und der Lernberatung
  • Gesprächsführung: Erst- und Abschlussgespräch, das helfende Gespräch, Beurteilungsgespräch, das Konflikt- und Kritikgespräch
  • Der Anleitungsprozess und seine Dokumentation, Beurteilungskriterien

2. Modul: Grundlagen der systemischen Beratung und der familienzentrierten Pflege

  • Einführung in die familienzentrierte Pflege (Family Nursing)
  • Familienassessments (Genogramm, Familienbefragung) und systemische Beratungsmethoden nach dem Calgary-Familien-Assessment und Interventionsmodell
  • Systemische Coachingkompetenzen, wie zirkuläres und lösungsorientiertes Fragen, kreative und darstellende Methoden
  • Kollegiale Beratung, Einführung in das Reflecting Team und Konfliktintervention
  • Teammoderation und supervisorisches Arbeiten am Patientenfall
  • Integrationsarbeit von Angehörigen
  • Chronische Erkrankungen verstehen

3. Modul: Personale Kompetenzbildung

  • Soziale Rollen, Rollenerwartungen, Rollenkonflikte
  • Die Rolle des Anleiters/Teamleiters im Team, Rollenreflektion
  • Praktische Leistungen professionell beurteilen
  • Anleitungstraining

4. Modul: Management und Leadership im außerklinischen Versorgungskontext

  • Systemische Beratungskompetenzen in unterschiedlichen Konfliktsituationen
  • Leitungs- und Führungskompetenzen
  • Organisationspsychologische Grundlagen, Organisationsstrukturen und -prozesse, Spannungsfelder
  • Grundlagen des Qualitätsmanagements

5. Modul: Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen

Berufsrecht im Handlungsfeld von Management and Education
Kranken- und Altenpflegegesetz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
Qualitätsmanagement und -sicherung im Anleitungsprozess
Mündliche Abschlussprüfung

 


Prüfungsleistung

Gemäß den curricularen Vorgaben des AVPfleWoqG, den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft und des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (DBR) sind folgende Prüfungsleistungen zu erbringen:

  • Fallbearbeitung in Form einer mündlichen Prüfung
  • Projektarbeit zu einem selbstgewählten Thema
  • Mündliche Abschlussprüfung mit Präsentation der Projektarbeit

 


Wodurch zeichnet sich die Weiterbildung zum Pflegeexperten für Care Management in der außerklinischen Intensivpflege aus?

Pflegekräfte, die über Berufserfahrung im klinischen und stationären Bereich verfügen, stehen in der ambulanten Pflege vor ganz neuen Herausforderungen. Neben einer professionellen Pflege sind ausgeprägte soziale Kompetenzen von besonderer Bedeutung, da die Versorgung der Patienten meist in einem familiären Umfeld stattfindet.

Der Pflegeexperte für Care Management in der außerklinischen Intensivpflege übernimmt eine wichtige Schlüsselposition in ambulanten (Intensiv-)Pflegediensten. Er ist das Bindeglied zwischen Geschäftsleitung, Pflegekräften und Pflegekunden und deren Angehörigen. Diese besondere Rolle erfordert eine hohe Fach- und Sozialkompetenz, aber auch Führungswissen, die Fähigkeit Mitarbeiter nach pädagogischen Kriterien einzuarbeiten und zu motivieren, Veränderungsprozesse zu initiieren und Konflikte konstruktiv anzugehen.

Vermittlung von pädagogischen Kompetenzen

Die Qualifizierung vermittelt den aktuellen Stand berufspädagogischen Wissens. Die Teilnehmer werden befähigt individuelle Anleitungssituationen zu gestalten, den Lernenden bei der Erreichung seiner Lernziele zu unterstützen und diese zu beurteilen. Im Rahmen der Erwachsenenbildung werden die Kompetenzen im selbstgesteuerten Lernen erweitert. Durch Studienaufträgen und Gruppenarbeiten können die Teilnehmer ihre Methodenkompetenz und soziale Kompetenz erweitern.

Vermittlung von systemischen und beraterischen Kompetenzen und Familienzentrierte Pflege

Im Rahmen der Qualifizierung werden den Teilnehmern die Grundlagen einer systemisch orientierten, patienten- und familienorientierten Pflege vermittelt. Sie lernen systemisches Denken und Handeln in konkreten Praxis- und Beratungssituationen anzuwenden. Über den pflegewissenschaftlichen Ansatz des Family Nursing (Familienzentrierte Pflege) wird den Teilnehmern der professionelle Umgang mit familiendynamischen Themen – wie z.B. Bewältigungshandeln chronisch Kranker, Nähe und Distanz, Umgang mit Konflikten im Familienkontext des Pflegekunden oder – näher gebracht. Sie werden in die Lage versetzt, neue Mitarbeiter und Pflegeteams in die familienorientierte Pflege einzuführen.

Vermittlung von Führungskompetenzen

Im Rahmen der Qualifizierung entwickeln die Teilnehmer Leitungs- und Führungskompetenzen. Sie reflektieren persönliche Stärken und Schwächen, auch in Verbindung mit den beruflichen Rollen und Erwartungen. Sie lernen Konflikte im Versorgungskontext wertschätzend zu lösen und zu moderieren. Die enge Verzahnung der Familienzentrierten Pflege mit der systemischen Managementlehre findet in den spezifischen Inhalten statt.

 


Zielgruppe der Weiterbildung

Pflegekräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege, die zukünftig als Praxisanleiter und/oder im Bereich Care Management tätig sein wollen.

Pflegefachkräfte, die sich für systemisches Denken und Handeln und die familienzentrierte Pflege interessieren und intensivpflegebedürftige Pflegekunden und deren Angehörige zukünftig mit „einem anderen Blick“ betreuen und beraten wollen.

Pflegefachkräfte, die Einarbeitungsprozesse optimaler gestalten und pädagogische Prinzipien berücksichtigen wollen.

Die Tätigkeit in einem ambulanten (Intensiv-)Pflegedienst oder einem Langzeitpflegebereich ist wünschenswert, da die Qualifizierung die besondere Situation in diesen Pflegebereichen berücksichtigt.

 


Berufspraktische Qualifikationen

Die integrierte Weiterbildung zum Praxisanleiter erfüllt in Bezug auf Inhalt und Umfang das Kranken- und Altenpflegegesetz, die Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und des deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (DBR) für die Qualifizierung von Praxisanleitern. Das ISPM ist eine staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung für die Ausbildung zum Praxisanleiter (§ 57 Abs. 2 AVPfleWoqG).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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