Weiterbildung zum Atmungstherapeut / Respiratory Therapist

(Atmungstherapeut für die klinische und außerklinische Beatmungspflege)

Zertifikatslehrgang in Kooperation mit der 

Steinbeis Business Academy – Steinbeis Hochschule Berlin

 

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Termine Kursstart 2020Neu-Ulm
 
1. Block:  09. bis 13. März 2020
2. Block:  04. bis 08. Mai 2020
3. Block:  29. Juni bis 02. Juli 2020
4. Block:  14. bis 18. September 2020
5. Block:  16. bis 20. November 2020
6. Block:  18. bis 22. Januar 2021
7. Block:  01. bis 05. März 2021
8. Block:  03. bis 07. Mai 2021
9. Block:  28. Juni bis 02. Juli 2021

Unterrichtszeiten: Montag bis Freitag von 08:30 bis 16:30 Uhr
 
Schulungsort:
DGpW Schulungszentrum | Augsburger Str. 106 | 89231 Neu-Ulm

 

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Termine Kursstart 2019 – Oldenburg

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  1. Block:  21. bis 25. Oktober 2019
  2. Block:  16. bis 20. Dezember 2019
  3. Block:  10. bis 14. Februar 2020
  4. Block:  27. April bis 01. Mai 2020
  5. Block:  15. bis 19. Juni 2020
  6. Block:  07. bis 11. September 2020
  7. Block:  09. bis 13. November 2020
  8. Block:  11. bis 15. Januar 2021
  9. Block:  15. bis 19. März 2021

 

Schulungsort:

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg (Medizinischer Campus Universität Oldenburg)
Steinweg 13 – 17 | 26122 Oldenburg

 

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Umfang der Weiterbildung zum Respiratory Therapist (Atmungstherapeut)

720 Stunden

davon

  • 360 Stunden theoretischer Unterricht
  • 240 Stunden Praktikum
  • 120 Stunden Selbststudium: E-Learning – Projektarbeit – Case – Klausurvorbereitungen

 

Zugangsvoraussetzungen

Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in den Pflege-, Gesundheits- und Therapieberufen mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung in der Beatmungspflege.

In besonderen Ausnahmefällen: Erfahrene examinierte Altenpflegekräfte, die zusätzliche Qualifikationen in der Beatmungspflege nachweisen können.

Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung einen aussagekräftigen Lebenslauf bei.

 

Kosten

  • 5.400,- Euro  – inkl. des Zertifikats „Respiratory Therapist“ der Steinbeis Business Academy – Steinbeis Hochschule Berlin
  • 5.000,- Euro  – inkl. Zertifikat der DGpW aber ohne Steinbeis Zertifikat

(umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 21a UStG)

Ratenzahlung möglich

 

Abschluss

Zertifikat Respiratory Therapist / Atmungstherapeut der Steinbeis Business Academy – Steinbeis Hochschule Berlin und der Deutschen Gesellschaft für pflegerische Weiterbildung (DGpW). Mit dem Abschluss erwerben Sie 1.200 Workload-Stunden (1 Credit Point entspricht 30 Workload-Stunden), die Sie sich für Hochschulstudiengänge anrechnen lassen können.

Der DGpW Zertifikatslehrgang Respiratory Therapist entspricht der Vertiefungsphase des Bachelorstudiengangs Healthcare Service B.A.  mit dem Schwerpunkt Clinical Assistant. Nach Absolvierung des eineinhalbjährigen Grundlagenstudiums erwerben Sie den staatlich anerkannten und international vergleichbaren Bachelor of Arts (B.A.). Nähere Informationen zum Studiengang finden Sie hier.

Ansprechpartner

Manfred Vavrinek – Mobil: 01 70 – 47 47 311
René Limberger – Mobil: 01 52 – 29 52 24 45

 

Der Respiratory Therapist (Atmungstherapeut) aus Sicht der Pflege- und Gesundheitsprofession

Der Respiratory Therapist ist ein spezialisierter Healthcare Practitioner, der über eine umfangreiche klinische und anwendungsbezogene pflege- und gesundheitswissenschaftliche Expertise des respiratorischen Systems verfügt.

Im Sinne von Advanced Nursing Practice (ANP) übernimmt die in der Atmungstherapie ausgebildete Pflegekraft selbständig ein erweitertes Tätigkeitsfeld in der Beatmungspflege.

Der Zweck des Zertifikatslehrgang zum Respiratory Therapist (Atmungstherapeut) dient insbesondere dem Professionalisierungsprozess von Gesundheits- und Pflegeberufen in der klinischen und außerklinischen Beatmungspflege.

Mit dem Abschluss  zum Respiratory Therapist und dem Erwerb von 40 Credit Points einer Hochschule wird die Möglichkeit der Akademisierung des Berufsbildes Atmungstherapeut und einer internationalen Vergleichbarkeit ermöglicht.

 

Berufsbild Respiratory Therapist

Das komplexe Aufgabengebiet des Respiratory Therapist / Atmungstherapeuten umfasst Assessment-, Diagnose-, Therapie-, Pflege- und Betreuungsprozesse im jeweiligen klinischen und außerklinischen Tätigkeitsfeld.

Durch seine erweiterten (advanced) fachspezifischen Schlüsselkompetenzen weist der  Atmungstherapeut (DGpW)  eine hohe klinische Expertise in medizinischen, therapeutischen und pflege-/gesundheitswissenschaftlichen Disziplinen auf, die in den fachpraktischen Maßnahmeplanungen und Interventionen zur Anwendung kommen.

In seinem Arbeitskontext ist er stets auch als konsularischer Experte tätig. Der Atmungstherapeut (DGpW) zeichnet sich insbesondere durch seine Spezialisierung in den folgenden Methoden aus:

 

Methoden

  • Konzepte und Theorien klinischer Entscheidungsfindung
  • Diagnostische und atmungstherapeutische Maßnahmen, wie Lungenfunktion, Blutgase, medikamentöse Therapie, Sauerstofftherapie und Inhalationstherapie als niedrigschwellige (Mit-)Behandlung
  • Invasive und Nichtinvasive Beatmungspraxis, Beatmungspflege
  • Grundlegende Expertise in der Medizin- und Gerätetechnik
  • Prinzipien der protokollgeleiteteten Respiratorentwöhnung (Weaning)
  • Physiotherapeutische Behandlungstechniken
  • In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.: Froschatmung
  • Systemische und verhaltenstherapeutische Methoden der Tabakentwöhnung
  • Strategien des Case-Managements (Traject-Management und KlientInnenbegleitung)
  • Strategien zur Recherche, Begutachtung und Implementierung von `evidence-based practice` oder `best practice` in Bezug auf berufsspezifische Assessment-, Diagnose-, Therapie-, Pflege- und Betreuungsprozesse
  • Systemische Beratungs- und Therapiemethoden der Familienzentrierten Pflege (Family Nursing), um mehrdimensional Klienten (z.B. Patienten- und Angehörigenschulungen, Raucherentwöhnung), Teams und Organisationen (z.B. in Fort- und Weiterbildungen) auf empirisch gesicherter Basis, fachspezifisches Wissen nachhaltig und anwendungsbereit zu vermitteln oder in Entscheidungsprozessen zu supervidieren
  • Entlassungsmanagement aus einer systemisch-familienzentrierten Perspektive
  • Interdisziplinarität, um in der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen (Ärzten oder Therapeuten) Fachwissen zu kommunizieren und dabei die unterschiedlichen beruflichen Perspektiven der Beteiligten zu berücksichtigen (z.B. im Rahmen des Qualitätsmanagements)
  • Schmerzmanagement
  • Palliative Care

 

Modularer Aufbau

 

Respiratory Care der Pflege- und Therapiewissenschaften

  • Konzeptionelle Theorien, Modelle und Methoden
  • Patienteneducation
  • Gerontologie
  • Zielgruppenorientierte Pflegewissenschaften

 

Therapeutische Handlungskompetenz

  • Diagnostik
  • Therapeutische Handlungskompetenz
  • Medizinische und pflegerische Fragestellungen
  • Zielgruppenorientierte Handlungskompetenz

 

Humanbiologie des Respiratory Therapist

  • Anatomie des Respiratorischen Systems
  • Neuroanatomie, Neurobiologie und Pathophysiologie
  • Physiologie und  Pathophysiologie des respiratorischen Systems

 

Advanced Nursing Practice in der Atmungstherapie

  • Respiratory Nursing and Therapeutic Care
  • Respiratory Nursing and Therapeutic Care (Advanced)

 

PSA und Abschlusskolloquium

  • Abschlusskolloquium und Präsentation PSA

 

Die Weiterbildung zum  Respiratory Therapist ist insbesondere nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V.  konzipiert. Die Empfehlungen des Core Curriculums in Respiratory Nursing der Respiratory Nursing Society fließen ebenfalls ein.

 

Unser pädagogisches Prinzip

In der heutigen Wissensgesellschaft ist eine moderne, zeitgemäße Lehr- und Lerndidaktik gefordert, die durch die hohe pflegepädagogische Expertise unserer Dozenten gewährleistet ist. Unsere künftigen Atmungstherapeuten lernen Wissensvermittlung über moderne handlungsorientierte und selbstgesteuerte pädagogische Ansätze kennen. Dabei spielen Prinzipien des Problembasierten Lernens (PbL), auch als Problemorientiertes Lernen (POL) oder als Case Study Method bezeichnet, eine zentrale Rolle. Somit werden die Respiratory Therapist´s der DGpW selbst mit didaktischen Methoden ausgestattet, um in ihrem Arbeitskontext berufspädagogisch professionell zu agieren.

Für erste Informationen zum Problemorientierten Lernen klicken Sie hier.

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