Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma / Wachkomatherapeut

 

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Umfang der Weiterbildung:

350 Stunden, davon

  • 240 Schulstunden theoretischer Unterricht
  •   80 Stunden Praktikum in einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung
  •   30 Stunden Projektarbeit

 

Termine 2017 / 2018:

  • Block 1:  20.03.2017 bis 24.03.2017
  • Block 2:  15.05.2017 bis 19.05.2017
  • Block 3:  10.07.2017 bis 14.07.2017
  • Block 4:  02.10.2017 bis 06.10.2017
  • Block 5:  20.11.2017 bis 24.11.2017
  • Block 6:  29.01.2018 bis 02.02.2018

 

Termine 2015 / 2016:

  • Block 1:  26.10.2015 bis 30.10.2015
  • Block 2:  01.02.2016 bis 05.02.2016
  • Block 3:  04.04.2016 bis 08.04.2016
  • Block 4:  13.06.2016 bis 17.06.2016
  • Block 5:  26.09.2016 bis 30.09.2016
  • Block 6:  21.11.2016 bis 25.11.2016

 

Schulungsort:

DGpW Schulungszentrum, Augsburger Str. 106, 89231 Neu-Ulm

 

Kosten:

Gesamtkurs 3.200,- € * (Ratenzahlung möglich) Umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 21a UStG

* Sofern innerhalb des letzten Jahres bereits ein Grundkurs in Basale Stimulation oder Kinästhetik (Umfang mind. 24 Stunden) erfolgreich abgeschlossen wurde, kann dieser gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises auf die Weiterbildung angerechnet werden.

In diesem Fall muss an den jeweiligen DGpW Modulen nicht teilgenommen werden und die Kosten für den Gesamtkurs verringern sich um

  • 200,- € für den Grundkurs Basale Stimulation bzw.
  • 200,- € für den Grundkurs Kinästhetik

 

Prüfungen/Abschluss:

  • Facharbeit und Kolloquium
  • Zertifikat zur Führung der Bezeichnung „Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma (DGpW)“ bei vorliegender Qualifikation von mind. 200 Stunden in der Beatmungspflege
  • Wachkomatherapeut (DGpW) für Fachkräfte ohne Qualifikation in der Beatmungspflege

 

Zugangsvoraussetzungen:

Wachkomatherapeut: Abgeschlossene Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Logopäden

Für den Abschluss „Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma“ wird eine mind. 200-stündige Weiterbildung in der Beatmungspflege vorausgesetzt.

Zugangsvoraussetzungen Fachtherapeut

 

 

Ansprechpartner:

  • René Limberger:     0152-29 52 24 45
  • Manfred Vavrinek:  0170-47 47 311 oder 0 86 62-48 59 38

 

Was vermittelt die Weiterbildung?

Das komplexe Aufgabengebiet des Fachtherapeuten umfasst Assessment-, Diagnose-, Therapie-, Pflege- und Betreuungsprozesse im jeweiligen klinischen und außerklinischen Kontext.

Die Weiterbildung ist daher darauf ausgerichtet, den Teilnehmer/innen umfangreiche praxisbezogene Kenntnisse in medizinischen, therapeutischen und pflegewissenschaftlichen Disziplinen zu vermitteln.

Das somatopsychosoziale Verständnis in der Ausbildung zum Fachtherapeuten für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma / Wachkomatherapeut orientiert sich an dem WHO-Konzept der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF WHO 2005). Der Fokus der Wissensvermittlung liegt einerseits auf die therapeutischen Zugänge von Patienten mit schwerer respiratorischer Insuffizienz und Menschen im Wachkoma, sowie auf den jeweils relevanten Lebenswirklichkeiten.

Ein besonderer Schwerpunkt der Bildungsmaßnahme liegt in der Vermittlung lösungsorientierter Kompetenzen der familienzentrierten Pflege. Die Teilnehmer/innen lernen, wie sie in „schwierigen“ Familiensituationen lösungsorientiert beraten können.

 

Was zeichnet den Fachtherapeuten für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma  / Wachkomatherapeut insbesondere aus?

Der Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma / Wachkomatherapeut ist Fachkraft für pflegerisch-therapeutische Behandlungsmaßnahmen und hat durch sein systemisches Verständnis einen professionellen Zugang zu familienzentrierten Versorgungsmodellen (Family Nursing). Darüber hinaus ist er mit den Methoden der systemischen Familientherapie und Familienmedizin gut vertraut und in der Lage ressourcenorientierte Beratungsprozesse in Familiensystemen durchzuführen.

Durch seine fachspezifischen Schlüsselkompetenzen im Bereich der evidenz-basierten Medizin ist er befähigt, pflegerische und therapeutische Behandlungsmaßnahmen zu reflektieren und individuell für den Betroffenen weiterzuentwickeln. Dabei implementiert er für die ihm anvertrauten Menschen, als auch in seinem beruflichen Tätigkeitsfeld, evidence-based practice in Bezug auf Assessment-, Diagnose- und Betreuungsprozesse.

Der Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma (DGpW) ist durch das Erlangen pädagogischer Qualifikationen in wichtigen Schlüsselpositionen innerbetrieblicher Fort- und Weiterbildung einsetzbar.

 

Welche Spezialisierung erlangt der Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma / Wachkomatherapeut?

  • Strategien zur Recherche und Implementierung von „evidence-based practice“ in Bezug auf berufsspezifische Assessment-, Diagnose-, Therapie-, Pflege- und Betreuungsprozesse in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma
  • Systemische Beratungsmethoden der Familienzentrierten Pflege (Family Nursing) und systemischen Familienmedizin
  • Systemisch-familientherapeutische Methoden der Angehörigen- und Biographiearbeit
  • Pflegetherapeutisches Arbeiten nach dem
    • Affolter-Modell
    • dem Bobath-Konzept
    • F.O.T.T.
    • Resilienzberatung
  • Implementierte Grundkurse: Basale Stimulation und Kinästhetik

Durch seine erweiterten fachspezifischen Schlüsselkompetenzen weist der Fachtherapeut für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma (DGpW) eine hohe klinische Expertise in medizinischen, therapeutischen und pflegewissenschaftlichen Disziplinen auf.

 

Kurzübersicht/Unterrichtsinhalte

Block 1: Patienten mit schwerer respiratorischer Insuffizienz und Menschen im Wachkoma – ein professioneller Zugang 

  • Theoretische Grundlagen
  • Der Versorgungsprozess aus gesundheits- und pflegewissenschaftlicher Perspektive: Familientherapeutische Gesprächsführung und Intervention I
    • Partizipation und Teilhabe: Das ICF-Modell
    • Evidence based nursing and medicine
    • Assessment und Diagnostik
    • Biographiearbeit
    • Einführung in die Familientherapeutische Arbeit und Resilienzberatung von Familien und Angehörigen
  • Kollegiale Beratung

 

Block 2: Patienten mit schwerer respiratorischer Insuffizienz und Menschen im Wachkoma aus medizinisch-pflegerischer Perspektive 

  • Medizinische – neurologische Grundlagen
  • Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des respiratorischen Systems
  • Die therapeutische Pflege 
    • Tracheostomamanagement
    • Ernährung
    • PEG Versorgung 

 

Block 3: Pflegetherapeutisches Arbeiten –  Förderkonzepte Teil 1 

  • Gespürte Interaktion in der Person-Umwelt-Beziehung: Grundlagen der Behandlung nach dem Affolter-Modell
  • Die Aktivierung der Wahrnehmung: Grundkurs Basale Stimulation  

 

Block 4: Pflegetherapeutisches Arbeiten – Förderkonzepte Teil 2 

  • Achtsamkeit in der Bewegung: Grundkurs Maietta-Hatch Kinaesthetics
  • Einführungsseminar in die Therapie des Facio-Oralen Traktes (F.O.T.T.)

 

Block 5: Pflegetherapeutisches Arbeiten – Förderkonzepte Teil 3 

  • Pflegetherapeutisches Arbeiten nach dem Bobath-Konzept – Einführung in die Theorie und Praxis.
  • Atemphysiotherapie – Sekretmanagement
  • Familientherapeutische Gesprächsführung und Intervention II

 

Block 6: Versorgungsstrukturen in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma und Abschlusskolloquium 

  • Rechtliche Grundlagen
  • Medizinproduktegesetz
  • Hygienemanagement
  • Notfallmanagement
  • Abschlusskolloquium

 

Unterstützer der Weiterbildung:

  • Institut für pflegerische Weiterbildung GmbH (IpW)
  • Institut für System Pflege Management (ISPM)
  • Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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